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Diebstahl: Wertschutzschränke sichern Entschädigung

Diebstahl: Wertschutzschränke sichern Entschädigung

Ihre Privat- und Gewerbekunden wollen sichergehen, dass sie für gestohlene Wertgegenstände entschädigt werden? Dann sollten sie auf zertifizierte Wertschutzschränke setzen. Ansonsten reduziert sich die Versicherungsleistung oder bleibt ganz aus. Wir erklären, worauf es ankommt.

Wertschutzschränke machen den Unterschied

Einbrecher haben es vor allem auf eins abgesehen: Wertgegenstände. Denn die lassen sich einfach transportieren und schnell weiterverkaufen. Zuhause oder im eigenen Unternehmen sollten große Mengen an Bargeld, Schmuck, Wertpapieren, Gold oder Silber also nicht nur versteckt, sondern vor allem gut verwahrt werden. Schutz bieten Wertschutzschränke. Ein zertifizierter Tresor bewirkt im besten Fall, dass Diebe wohlmöglich gar nicht erst an die Wertsachen herankommen. Und wenn doch, greift bei Privatkunden unsere Hausratversicherung. Bei Gewerbekunden leistet FIRMENPROTECT Sach.

Doch Vorsicht: Nicht jeder Wertschutzschrank erfüllt die für den Versicherungsschutz erforderlichen Bedingungen! Wir zeigen Ihnen, was Ihre Privat- und Gewerbekunden beachten müssen, damit sie nicht auf dem Diebstahlschaden sitzen bleiben. Denn: Ohne widerstandsfähigen Tresor droht die Senkung der Versicherungsleistung.

Wertschutzschrank vs. lose Aufbewahrung: So wird reguliert

Folgende Entschädigungsgrenzen gelten je Versicherungsfall, höchstens jedoch der jeweils vereinbarte Betrag:

Aufbewahrung der Wertsachen Hausrat (Privat) FIRMENPROTECT Sach (Gewerbe)
Außerhalb eines verschlossenen Wertschutzschrankes
  • 3.000 Euro insgesamt für Bargeld und auf Karten oder sonstige Datenträger geladene Geldbeträge mit Ausnahme von Münzen, deren Versicherungswert den Nennbetrag übersteigt;
  • 15.000 Euro insgesamt für Urkunden einschließlich Sparbücher und sonstige Wertpapiere;
  • 25.000 Euro insgesamt für Schmucksachen, Edelsteine, Perlen, Briefmarken, Münzen, Medaillen sowie alle Sachen aus Gold oder Platin.
  • Bargeld und Wertsachen nicht unter Verschluss sind bis 250 Euro mitversichert.
  • Bargeld in geöffneten Registrierkassen sowie in elektrischen und elektronischen Kassen ist bis 250 Euro pauschal mitversichert.
  • Bargeld und Wertsachen unter einfachem Verschluss in Behältnissen, die erhöhte Sicherheit bieten – und zwar auch gegen die Wegnahme des Behältnisses – sind bis 3.000 Euro versichert.
Innerhalb eines zertifizierten Wertschutzschrankes
  • In KLASSIK-GARANT werden Wertsachen bis 30 Prozent der Versicherungssumme ersetzt;
  • Im EXKLUSIV-Tarif liegt die Entschädigung bei maximal 40 Prozent der Versicherungssumme.
  • Bargeld und Wertsachen in qualifizierten Behältnissen sind bis 20.000 Euro versichert. 
  • Mitversichert sind auch Kosten für das Abhandenkommen von Schlüsseln zu Tresorräumen, Wertschutzschränken, mehrwandigen Stahlschränken mit einem Mindestgewicht von 300 kg oder eingemauerten Stahlwandschränken mit mehrwandiger Tür im Falle eines Einbruchdiebstahls bis zur Höhe der Versicherungssumme.

Mehr zum Thema Wertgegenstände, wie sie definiert sind und wie die VHV im Falle eines Diebstahls reguliert (Privat), lesen Sie in unserem Magazin-Beitrag Entwendung von Wertsachen: So reguliert die VHV.

Der richtige Tresor

Die Sicherheitsstufen der VdS Schadenverhütung und anderen Prüfstellen geben Auskunft über den Widerstandsgrad eines Wertschutzschranks. Mit steigender Sicherheitsstufe, steigt auch der Aufwand für den Dieb, an die Wertsachen im Inneren des Schranks zu gelangen. Generell gilt die einfache Regel: Je größer der Wert, desto höher sollte die Sicherheitsstufe desTresors sein. Damit die Wertsachen unter den oben genannten Versicherungsschutz der Hausratversicherung (Privat) und FIRMENPROTECT Sach (Gewerbe) fallen, müssen jedoch weitere Kriterien eingehalten werden.

Diese Kriterien muss ein Wertschutzschrank für den Versicherungsschutz erfüllen:

  • Der Wertschutzschrank ist durch die VdS Schadenverhütung GmbH oder eine gleichermaßen qualifizierte Prüfstelle, wie zum Beispiel die European Certification Body GmbH (ECB), zertifiziert.
  • Er trägt eine Sicherheitsstufe zwischen I-X.
  • Der Schrank muss nach den Herstellervorgaben montiert und verankert werden.
  • Freistehende Wertschutzschränke müssen ein Leergewicht von mindestens 200 kg (Privat) oder 300 kg (Gewerbe) vorweisen.

Tipp: So erkennen Sie einen zertifizierten Tresor

Jeder von der VdS oder einer anderen Stelle zertifizierte Wertschutzschrank ist mit einer metallenen Anerkennungsplakette gekennzeichnet. Sie gibt Auskunft über den Widerstandsgrad des Schrankes und muss an der Innenseite der Tür befestigt werden. Darauf sind Püfzeichen, Widerstandsgrad und die VdS- oder ECB-Anerkennungsnummer abzulesen. Die Fabrikationsnummer, das Gewicht des Wertbehältnisses sowie sein Baujahr sind produktspezifisch vom Hersteller zu vervollständigen.

Unsere Druckstücke zum Thema

Produktübersicht Hausratversicherung

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  • Größe: 505 KB
  • Seiten: 6

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  • Stand: 01.06.2018
  • Nummer: 600.0031.38
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